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Der Klimakondensator sitzt meist vor dem Wasserkühler und gibt Wärme aus dem Kältemittelkreislauf ab. Ein Austausch ist nötig, wenn er undicht, korrodiert oder durch Steinschlag beschädigt ist. Wichtig: Kältemittel darf nicht in die Umwelt gelangen. Vor dem Ausbau muss die Anlage von einer Fachwerkstatt abgesaugt werden; danach sind Dichtheitsprüfung und fachgerechte Neubefüllung erforderlich.
Stellen Sie das Fahrzeug auf eine ebene Fläche, sichern Sie es gegen Wegrollen und lassen Sie Motor sowie Kühlsystem vollständig abkühlen. Klemmen Sie bei Arbeiten an elektrischen Lüftern oder Sensoren die Batterie ab, wenn der Hersteller dies vorsieht.
Öffnen Sie niemals Klimaleitungen an einer gefüllten Anlage. Das Kältemittel muss mit einem Klimaservicegerät abgesaugt und recycelt werden. Beauftragen Sie dafür eine Fachwerkstatt, bevor Sie den Kondensator oder Leitungen lösen.
Je nach Fahrzeug müssen Frontverkleidung, Luftführungen, Kühlergrill, Unterbodenabdeckung oder Stoßfänger gelöst werden. Dokumentieren Sie Clips, Schrauben und Halter, damit beim Zusammenbau alle Luftführungen wieder korrekt sitzen.
Reinigen Sie die Anschlüsse am Kondensator, damit kein Schmutz in den Kreislauf gelangt. Lösen Sie Klimaleitungen mit geeignetem Werkzeug, verschließen Sie offene Leitungen sofort sauber und trennen Sie gegebenenfalls Drucksensoren oder Halter.
Lösen Sie Befestigungsschrauben und Halteklammern, ohne Kühler, Lüfter oder Lamellen zu beschädigen. Heben Sie den Kondensator gerade heraus. Prüfen Sie angrenzende Bauteile auf Korrosion, verbogene Halter und Spuren von Öl oder Kontrastmittel.
Vergleichen Sie Bauform, Anschlüsse, Haltepunkte und Sensoraufnahmen des neuen Kondensators mit dem alten Teil. Tauschen Sie die O-Ringe grundsätzlich gegen neue, klimafeste Dichtungen und benetzen Sie sie leicht mit geeignetem Kälteöl.
Setzen Sie den Kondensator spannungsfrei ein und befestigen Sie ihn an den originalen Haltepunkten. Ziehen Sie Schrauben und Leitungsanschlüsse mit dem vorgeschriebenen Drehmoment an. Achten Sie darauf, Lamellen und Anschlussflächen nicht zu verformen.
Montieren Sie Luftführungen, Abdeckungen, Stoßfänger oder Grill in umgekehrter Reihenfolge. Prüfen Sie, ob alle Clips sitzen, keine Kabel eingeklemmt sind und der Abstand zu Kühlerlüfter, Kühlerpaket und Karosserieteilen korrekt bleibt.
Die Klimaanlage muss mit einem Servicegerät evakuiert, auf Dichtheit geprüft und mit der vorgeschriebenen Menge Kältemittel sowie passendem Öl befüllt werden. Testen Sie danach Kühlleistung, Lüfterlauf und mögliche Fehlerspeicher.
Mechanisch ist der Ausbau möglich, aber der Kältemittelkreislauf darf nur fachgerecht entleert und befüllt werden. Ohne Klimaservicegerät sollte die Anlage nicht geöffnet werden.
Typisch sind schlechte Kühlleistung, sichtbare Korrosion, Ölspuren, Kontrastmittel an den Lamellen oder Druckverlust im Klimasystem. Eine sichere Diagnose erfolgt per Dichtheitsprüfung.
Ja. O-Ringe werden beim Lösen der Leitungen gequetscht und altern durch Temperatur sowie Kältemittelöl. Neue Dichtungen sind günstig und verhindern spätere Leckagen.
Bei vielen Fahrzeugen ist der Trockner im Kondensator integriert oder sollte nach Öffnen der Anlage ersetzt werden. Entscheidend sind Bauart und Herstellervorgaben.
Beim Evakuieren werden Luft und Feuchtigkeit entfernt. Beides kann Korrosion, Eisbildung und schlechte Kühlleistung verursachen. Erst danach wird die korrekte Kältemittelmenge eingefüllt.
Das Fahrzeug fährt meist weiter, aber die Klimaanlage funktioniert nicht korrekt. Bei leerer Anlage kann der Kompressor Schaden nehmen, wenn sie dennoch eingeschaltet wird.