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Prüfen Sie zuerst Einbauachse, Baujahr, Motorisierung, Bremsanlage sowie ABS und die Ausführung der Feststellbremse. Bremsbackensätze können sich selbst bei ähnlichen Fahrzeugversionen unterscheiden, daher reichen Marke und Modell allein nicht aus.
Vergleichen Sie die OE-Nummer des Fahrzeugherstellers mit den Angaben im Ersatzteilangebot. Falls sie nicht vorliegt, nutzen Sie Kennzeichen oder VIN und prüfen Hubraum, Leistung, Produktionsjahr und vorgesehene Achse. Auch Form und Teileumfang des alten Satzes helfen beim Abgleich.
Typische Hinweise sind schwache Hinterradbremse, ein langer Handbremsweg, metallische Geräusche, Vibrationen, ein schleifendes Rad oder ungleichmäßiger Trommelverschleiß. Undichte Radbremszylinder können die Beläge verunreinigen und ebenfalls einen Austausch nötig machen.
Der Einbau ist anspruchsvoller als bei Bremsbelägen, weil Federn, Nachsteller und Hebel exakt sitzen müssen. Die Bremstrommel sollte gereinigt, der Radbremszylinder geprüft und die Handbremse korrekt eingestellt werden. Ohne Erfahrung mit Bremsen ist eine Fachwerkstatt sinnvoll.
Die Lebensdauer hängt stark von Fahrstil, Beladung, Stadtverkehr und Zustand der Bremstrommel ab. Bremsbacken sollten bei der Wartung der Hinterradbremse geprüft und ersetzt werden, wenn der Reibbelag zu dünn, verölt, gerissen oder die Bremswirkung ungleichmäßig ist.